KERNGRUPPE



PD Dr. Oliver Decker

Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung, Universität Leipzig


beforscht die Effekte gesellschaftlicher Krisen- und Veränderungsprozesse auf die Gesellschaftsmitglieder mit qualitativen und quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die seit 2002 an der Universität Leipzig durchgeführten „Mitte"-Studien zur politischen Einstellung in Deutschland. Er ist Vorstandssprecher des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig.

Ausgewählte Publikationen
(2016) Comparative Perspectives on Right-Wing Extremism in Europe. New York: Routledge (Hrsg., mit J. Kiess/E. Brähler).
(2016) Extremismus in Sachsen. Ansätze. Befunde. Beispiele. Leipzig: Seemann Henschel (mit G. Pickel).






PD Dr. Steffen Kailitz

Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden


beschäftigt sich in seinen Forschungen mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und der politischen Kultur Deutschlands und hat dazu zahlreiche Publikationen vorgelegt. Er ist Mitbegründer des AK Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft und war von 2003 bis 2012 deren Sprecher. Derzeit ist Dr. Kailitz u.a. auch einer der vier durch das Bundesverfassungsgericht berufenen Gutachter im NPD-Verbotsverfahren.

Ausgewählte Publikationen
(2015) 'Rechte Kampagnen damals und heute', Cicero, 13 November.
(2005) Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland. Auf dem Weg zur „Volksfront“? Sankt Augustin: Konrad-Adenauer-Stiftung.






Prof. Dr. Gert Pickel

Theologische Fakultät, Universität Leipzig


ist Einstellungsforscher und ausgewiesen auf den Gebieten der politischen Kulturforschung und Religionssoziologie. Er hat verschiedene Arbeiten zur Islamophobie und zur Wahrnehmung von Fremdgruppen vorgelegt. Dokumentiert durch einschlägige Lehrbücher besitzt Prof. Pickel weitreichende Expertise in der empirischen Einstellungsforschung und in Methoden der politikwissenschaftlichen Sozialforschung. Er ist derzeit Vorstandsmitglied im an der Universität Leipzig beheimateten Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung.

Ausgewählte Publikationen
(2015) Politische Soziologie – Ein Einführung in Theorien und empirische Ergebnisse. Wiesbaden: VS Verlag.
(2013) Religion und Politik im vereinigten Deutschland. Was bleibt von der Rückkehr des Religiösen? Wiesbaden: VS Verlag (Hrsg., mit O. Hidalgo).






Prof. Dr. Antje Röder

Professur für Methoden der empirischen Sozialforschung der Universität Marburg


forscht zur Integration von Migranten und Minderheiten in europäischen Gesellschaften mit besonderem Interesse am Zusammenspiel von individuellen Faktoren einerseits und gruppen- und länderspezifischen Kontexten andererseits. Sie hat diverse Beiträge zur sozio-kulturellen Integration von Migranten veröffentlicht, zuletzt insbesondere zu Einstellungen bezüglich Geschlechterrollen und Homosexualität sowie den Auswirkungen von Diskriminierung. Dabei stehen sowohl der internationale Vergleich mittels Sekundärdatensätzen als auch die Datenerhebung mit mobilen und schwer erreichbaren Gruppen im Zentrum der Forschung.

Ausgewählte Publikationen
(2015) 'Immigrants’ attitudes towards homosexuality: The role of religion, origin country socialisation, and acculturation', International Migration Review 49(4), 1042-1070.
(2014) 'Are they acculturating? Europe's immigrants and gender egalitarianism', Social Forces 92(3), 899-928 (mit P. Mühlau).






PD Dr. Julia Schulze Wessel

Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte der TU Dresden


forscht seit Jahren aus einer politiktheoretischen Perspektive zu Flucht und Migration. Sie hat sich 2014 habilitiert mit der Schrift „Zur Politischen Theorie des Flüchtlings. Über eine Grenzfigur“. An die Habilitation schließen sich die weiteren Forschungen an, die den Flüchtling in seinem Grenzcharakter ernst nehmen. In ihren aktuellen Forschungen stehen vor allem Flüchtlinge als politische Akteur*innen im Vordergrund, die auf verschiedenen Ebenen demokratische Ordnungen immer wieder neu herausfordern.

Ausgewählte Publikationen
(2017) Grenzfiguren – Zur politischen Theorie des Flüchtlings. Bielefeld: transcript Verlag.
(2016) 'On Border Subjects: Rethinking the Figure of the Refugee and the Undocumented Migrant', Constellations 23(1), 36-57.





ERWEITERTES NETZWERK



Jun.-Prof. Dr. Frank Asbrock

Juniorprofessur Sozialpsychologie, TU Chemnitz


ist seit April 2015 Inhaber der Juniorprofessur Sozialpsychologie an der TU Chemnitz. Er hat in Bielefeld Psychologie studiert und promoviert. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Entstehung und dem Abbau von Intergruppenkonflikten, insbesondere mit dem Einfluss ideologischer Einstellungen, fundamentaler Stereotypendimensionen und Emotionen auf Bedrohungswahrnehmung, Vorurteile und Diskriminierung sowie mit Intergruppenkontakt als Maßnahme zur Reduktion von Konflikten.

Ausgewählte Publikationen
(2015) 'Authoritarian disbeliefs in diversity', The Journal of Social Psychology 155, 553-558 (mit M. Kauff).
(2014) 'Who are these foreigners anyway? – The content of the term foreigner and its impact on prejudice', Sage Open 4(2), 1-8 (mit G. Lemmer et al.).






Prof. Dr. Uwe Backes

stellvertretender Direktor am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung
apl. Prof. am Institut für Politikwissenschaft, TU Dresden


erforscht Extremismus und politisch motivierte Gewalt in Deutschland und Europa aus vergleichender Perspektive. Zuletzt leitete er ein Forschungsprojekt zu rechts motivierten Mehrfach- und Intensivtätern in Sachsen. Er ist Mitherausgeber des Jahrbuchs Extremismus & Demokratie und einer gleichnamigen Schriftenreihe bei Nomos, Baden-Baden.

Ausgewählte Publikationen
(2014) Rechts motivierte Mehrfach- und Intensivtäter in Sachsen. Göttingen: V&R unipress (mit A. Haase/M. Logvinov/M. Mletzko/J. Stoye).
(2012) The Extreme Right in Europe. Current Trends and Perspectives. Göttingen: V&R unipress (mit P. Moreau).






Prof. Dr. Immo Fritsche

Institut für Psychologie, Universität Leipzig


ist Professor für Sozialpsychologie und Mitglied des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig. Er forscht und lehrt insbesondere zu Prozessen in und zwischen Gruppen (z.B. Konflikte, kollektives Denken und Handeln), motivierter sozialer Kognition (z.B. Effekte von Bedrohung, Bedürfnis nach Kontrolle und Handlungsfähigkeit) und der Sozialpsychologie der Umweltkrise. Seine Forschung ist quantitativ-experimentell ausgerichtet.

Ausgewählte Publikationen
(i. E.) 'The great depression and group-based control: Converting personal helplessness into collective responses', Journal of Social Issues, 73 (mit M. Moya et al.).
(2011) 'Collective reactions to threat: Implications for intergroup conflict and solving societal crises', Social Issues and Policy Review 5(1), 101-136 (mit E. Jonas/T. Kessler).






Prof. Dr. Alexander Gallus

Professur Politische Theorie und Ideengeschichte, TU Chemnitz


ist Politikwissenschaftler und Historiker, der allgemein auf dem Gebiet der Zeitgeschichte ausgewiesen ist und speziell zu Fragen des politischen Denkens und der Intellektuellen im 20. Jahrhundert forscht. Zäsurwahrnehmungen und die intellektuelle Verarbeitung persönlicher Lebenswenden in mehrfach gesprengten Erfahrungsräumen während des „Zeitalters der Extreme“ (Eric Hobsbawm) finden sein vertieftes Interesse. Wiederholt hat sich Prof. Gallus in seinen Schriften mit Außenseiter- und Dritte-Weg-Positionen, aber auch mit den Herausforderungen des Exils und transnationaler Verflechtungen beschäftigt. Zuletzt fand seine Edition „Meinhof, Mahler, Ensslin. Die Akten der Studienstiftung des deutschen Volkes“ große öffentliche Aufmerksamkeit.

Ausgewählte Publikationen
(2016) Politikwissenschaftliche Passagen. Deutsche Streifzüge zur Erkundung eines Faches. Baden-Baden: Nomos Verlag (Hrsg.).
(2015) Zur Historisierung und Aktualität des 20. Jahrhunderts. Signaturen quer zu den großen politischen Ordnungssystemen und Narrativen, Jahrbuch Extremismus und Demokratie 27, 13-32.






Dr. Piotr Kocyba

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas, TU Chemnitz


beschäftigt sich mit der politischen Kultur und Fragen der Demokratiequalität in Ostmitteleuropa – hier v.a. mit der populistischen Herausforderung für die repräsentative Demokratie westlichen Typus. Er forscht seit dem Einsetzen der Pegida-Demonstrationen zu Protestbewegungen von Rechts und zum wissenschaftlichen Umgang mit rassistischen Dispositionen in der Mitte der Gesellschaft. Er ist Mitverfasser der Studie Protestforschung am Limit des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung, dessen Vorstandsmitglied er seit 2016 ist.

Ausgewählte Publikationen
(2016) Über die ‚Veredelung des empirisch vorfindbaren Rassismus‘. Anmerkungen zu aktuellen Dresdner Studien über Pegida. In: J. Klose/W. Schmitz (Hg.): Freiheit, Angst und Provokation. Dresden: Thelem, 187-237.
(2016) Wieso PEGIDA keine Bewegung harmloser, besorgter Bürger ist. In: K.-S. Rehberg/F. Kunz/T. Schlinzig (Hg.): PEGIDA: Rechtspopulismus zwischen Fremdenangst und ‚Wende‘-Enttäuschung? Analysen im Überblick. Bielefeld: transcript Verlag, 147-163.






Jun.-Prof. Dr. habil. Tom Mannewitz

Juniorprofessur für Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden, TU Chemnitz


beschäftigt sich in seiner - v.a. komparativen - Forschung mit politischem Extremismus und Demokratie, mit politischer Kultur in Deutschland sowie mit den Methoden der Politikwissenschaft (u.a. makroqualitative Verfahren, Konzept- und Indexforschung). Er wurde 2014 mit einer Schrift zur Rekonzeptualisierung wie zur Regionalisierung politischer Kultur in Deutschland habilitiert und hat die Juniorprofessur Politikwissenschaftliche Forschungsmethoden an der TU Chemnitz inne.

Ausgewählte Publikationen
(2015) Politische Kultur und demokratischer Verfassungsstaat. Ein subnationaler Vergleich zwei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung. Baden-Baden: Nomos.
(2015) 'Jenseits von „Islamismus“, „Links-“ und „Rechtsextremismus“ – eine gefahrenorientierte Extremismustypologie', Zeitschrift für Politikwissenschaft 5, 61-87.






Dr. phil. Alexander Yendell

Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universität Leipzig


ist seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig und Mitglied im KReDo. Seit 2009 forscht er zum Thema „Religiöse Pluralität“ unter besonderer Berücksichtigung von Einstellungen gegenüber dem Islam und Muslimen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Einstellungen von Bevölkerungen gegenüber dem Thema Migration, insbesondere Einstellungen gegenüber Zuwanderern, Flüchtlingen, Asylsuchenden und religiösen Minderheiten.

Ausgewählte Publikationen
(2016) 'Islam als Bedrohung? Beschreibung und Erklärung von Einstellungen zum Islam im Ländervergleich', Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft, 1-37 (mit G. Pickel).
(2016) Wer unterstützt PEGIDA und was erklärt die Zustimmung zu den Zielen der Bewegung? In: O. Decker/J. Kiess/E. Brähler (Hg.): Die enthemmte Mitte: rechtsextreme und autoritäre Einstellung 2016. Gießen: Psychosozial-Verlag, 137-152 (mit O.Decker/E.Brähler).